ZUCHTBÜCHER

Für die wenigen Koniks, die den 2 Weltkrieg überstanden haben und als Grundlage für die Entwicklung der Rasse in der Nachkriegszeit eingesetzt wurden, konnten keine dokumentierten Stammbäume oder nur wenige Ahnengenerationen nachgewiesen werden. Erst die züchterische Aufsicht der damaligen Zentralen Pferdezuchtverwaltung und dann der Polnischen Akademie der Wissenschaften und des Polnischen Pferdezuchtverbandes über die Koniks-Population hat es ermöglicht, stufenweise eine Zuchtdokumentation aufzustellen. 1955 wurde erstmals ein Register der Konik Polski –Pferde herausgegeben (erarbeitet von Prof. Erazm Brzeski). Die neue  Ausgabe dieses Registers beinhaltet die grundlegenden Informationen über die Herkunft, den Körperbau und Einsetzbarkeit von 54 Stuten und 11 Hengsten. 1962 wurde der erste Band des Konik – Polski – Zuchtbuches herausgegeben, das in 4- 5 Jährigen Abständen bis heute in gedruckter Form erscheint. Die konsequente Einhaltung des Eintrags von Pferden in die Zuchtbücher trug dazu bei, dass in den Stammbäumen immer seltener Lücken vorkommen. Heute gehören einige Koniks bereits der 10. -12. Generation derjenigen an, die vor dem Krieg als Ausgangsmaterial für die Zucht galten. Auf Grundlage der erschienenen Bände des Zuchtbuches wurden  genealogische Studien durchgeführt und 1975 die ersten Ahnentafeln erarbeitet. Gemäß der heutigen Regelungen bezüglich der Zuchtbuch – Eintragung von Pferden, gelten diese Dokumente seit 1984 als geschlossene Zuchtbücher der Rasse Polnisches Konik, was bedeutet, dass die Zucht nach der Reinheit der Rasse geführt wird und die Einkreuzung von Fremdblut (Fremder Rasse) unmöglich ist.

Rassenmuster

In die Zuchtbücher werden nur  mausfarbige Individuen mit  Aalstrich ohne Abzeichen, das heißt ohne weiße Abzeichen an Kopf oder Gliedmaßen eingetragen. In Ausnahmefällen werden geringe Abzeichen am Kopf von Stuten zugelassen: Blesse, Flocke, kleines Sternchen. Mausgraue Pferde können in Hell- bis Dunkeltönen oder Falb-mausgrau vorkommen. In Mähne und Schweif sind helle Haare zugelassen. Erwünscht ist das Pferd von primitivem Körperbau mit üppiger Mähne und Schweif. Ein leicht edler Kopf, geringe kuhhessige  Stellung der Vordergliedmaßen und säbelbeinige Stellung der Hintergliedmaßen werden zugelassen. Eine Voraussetzung für die Eintragung in das Zuchtbuch ist auch eine positive Bewertung der Einsetzbarkeit des Pferdes.

Standards der erwachsenen Pferden

Stuten:

Stockmaß – 130 cm – 140 cm,

Brustumfang – Minimalwert von 165 cm,

Röhrbeinumfang – Minimum – 16,50 cm;

Hengste:

Stockmaß – 130 cm – 140 cm,
Brustumfang – Minimalwert von 165 cm,

Röhrbeinumfang – Minimum – 17,50 cm.